| 50 Jahre Jagdgeschwader 74 |
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Am 09. Juni 2011 lud das Jagdgeschwader 74 im bayrischen Neuburg an der Donau zum 50. Jubiläum ein. Es wurde dem interessierten Besucher ein Einblick in die Geschichte des Geschwaders gewährt und dargestellt, welche aktuellen Aufgaben momentan in der Luftwaffe zu bewältigen sind. Nationale wie internationale Gäste waren in Neuburg vor Ort und stellten ihre Maschinen im Flying wie auch im Statik-Display zur Schau. Unter anderem waren zwei Saab-105 aus Österreich, eine ungarische Gripen, ein französischer Alphajet, eine schweizer F/A-18 und natürlich der deutsche Eurofighter sowie der Tornado am Boden ausgestellt. Bei vielen Maschinen wie dem Transporthubschrauber CH-53 oder der schweizer Cougar konnte man das Cockpit sowie den Laderaum näher betrachten. Der Schwerpunkt allerdings lag am Boden wie in der Luft beim Eurofighter Typhoon. Dieses hochmoderne Waffensystem verrichtet seit Sommer 2006 seinen Dienst beim JG 74 und wird unter anderem bei der QRA eingesetzt. 18 der vorgesehenen 34 Maschinen befinden sich zur Zeit in Neuburg. An vielen Aktionsständen im Freien oder in den Hallen wurde u. a. gezeigt wir ein Eurofighter mit Munition beladen wird oder wie der Fahrwerkstest funktioniert. Das Highlight aber bestand in den Flugvorführungen wie zum einen ein hervorragend geflogenes Solo-Display eines österreichischen Eurofighters oder die SNAP(Significance of National Air Power) -Übung. Bei dieser Übung wurde gezeigt, wie ein im Feindesland abgeschossener Pilot, der sich mit dem Fallschirm gerettet hat, geborgen wird. Im Einsatz waren zunächst zwei Bell UH-1D, die mit Doorgunnern bewaffnet, den Verunglückten aufnahmen. Danach kam eine C-160 Transall angeflogen, die mit einem so genannten Sarajevo-approach landete und den „abgeschossenen“ Piloten begleitet von Spezialkräften aufnahm. Der Luftraum wurde unterdessen ständig von Eurofightern und Tornados überwacht. Als nächstes wurde eine Abfangübung gezeigt, bei denen zwei F-4F Phantom von zwei Eurofightern der QRA abgefangen und zur Landung auf dem Fliegerhorst gezwungen wurden. Den Abschluß des Flying Displays machten die Eurofighter der verschiedenen Einatz- Geschwader, wobei die sonderbemalte Maschine aus Neuburg natürlich der „eyecatcher“ war. Auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön an das Jagdgeschwader 74 für eine professionell vorbereitete und durchgeführte Veranstaltung.
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